Limeskastell Pohl Freilichtmuseum

Der authentische Nachbau eines römischen Holz-Erde-Kastells mit Wachturm bietet Besuchern spannende Einblicke in das Leben an der nördlichen Grenze des römischen Imperiums um 100 n. Chr. Inspiriert Sie die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe zu einem Besuch?

Bei Ausgrabungen in Pohl zwischen 1897 und 1903 entdeckten Archäologen ein rechteckiges Holz-Erde-Bauwerk mit Seitenlängen von ca. 43x34 m – ein römisches Grenzkastell des Obergermanischen Limes. Der Fund erhielt den Namen „Kleinkastell Pohl“. Der Fundbereich ist heute überbaut und nicht mehr zu sehen. Dicht am Originalstandort, etwa 150 m nordwestlich des antiken Originals, entstand ab 2009 der Nachbau des Kastells aus Holz und Erde, das im Oktober 2011 als Freilichtmuseum Limeskastell Pohl eröffnet wurde. 

Video: Würfelkrieg am Limes - Tabletop im Limeskastell Pohl

Geschichte zum Anfassen und viel Kultur

Erleben Sie das Freilichtmuseum auf vielfältige Art. Machen Sie eine spannende Zeitreise in die römische Geschichte. Die Wallanlagen, das originalgetreu eingerichtete „contubernium“, die „basilica, der Turm mit Panoramablick auf Hunsrück, Taunus und Westerwald sowie eine ständig erweiterte Ausstellung bieten Ihnen gute Einblicke in das Leben am Obergermanisch-Raetischen Limes. Mit „basilica“ ist hier übrigens keine Kirche gemeint – die römische „basilica“ befand sich zentral in jeder Stadt und diente als Markt- und Gerichtshalle, aber auch als Ort für Bankgeschäfte und Thronsaal für hohe Würdenträger. Die „basilica“ im Freilichtmuseum wird für Ausstellungen genutzt. Schauen Sie sich die jeweils aktuelle Ausstellung an. Informationen dazu finden Sie auf der Website des Freilichtmuseums (www.limeskastell-pohl.de). Entdecken Sie in der Soldatenunterkunft „Contubernium“, wie das Leben der römischen Legionssoldaten in Mannschaftsstuben aussah. 

Wie seinerzeit Nägel geschmiedet, Kettenhemden hergestellt, Wolle verarbeitet und Brot gebacken wurden, erfahren Sie im Limeskastell Pohl an jedem zweiten Wochenende im Monat. Sie erleben im Freilichtmuseum nicht nur römische Geschichte, sondern in der „basilica“ regelmäßig auch zeitgenössische Kultur wie ausgewählte Konzerte, Lesungen und Theatervorstellungen.  

Obergermanisch-Raetischer Limes 

Der Limes bestand vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jh. n. Chr. und nimmt in Rheinbrohl, knapp 60 km nordwestlich von Pohl, seinen Anfang. Er erstreckt sich über 550 km bis zum Kastell Eining an der Donau. Entlang dieser Strecke wurden ca. 900 Wachtürme, unzählige kleine Kastelle und mehr als 60 große Kastelle errichtet. Die ersten 75 km des Obergermanisch-Raetischen Limes mit insgesamt 131 Wachtposten, neun Kleinkastellen und neun Kohortenkastellen verlaufen durch Rheinland-Pfalz und zwar hauptsächlich durch die Wälder von Westerwald und Taunus. Bei zahlreichen Limesabschnitten sind noch Wall und Graben, die Schutthügel der Wachtürme und manche Umwehrungen der Kastelle sichtbar erhalten und durch Limeswanderwege zugänglich. Der Limes, der den Rhein mit der Donau verbindet, ist nach der Chinesischen Mauer das längste Bodendenkmal der Welt.

Nähere Informationen auf https://www.limeskastell-pohl.de

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